Allgemeine Leistungen

Allgemeine Leistungen

Ruhe-EKG
Beim EKG handelt es sich um eine Routineuntersuchung bei allen Herz- und Kreislauferkrankungen. Dabei wird im Liegen die elektrische Aktivität des Herzens mit 12 Saugelektroden gemessen. Die Dauer der Untersuchung beträgt nur ca. 5 Minuten.
Beim EKG handelt es sich jedoch um eine Momentaufnahme. Schwerwiegende Herzrhythmusstörungen treten jedoch oft nur phasenweise auf und können daher im EKG möglicherweise nicht entdeckt werden.
Langzeit-EKG
Zur Abklärung von Herzrhythmusstörungen wird mit einem Langzeit-EKG die elektrische Aktivität des Herzens über 24 Stunden gemessen. Dabei werden auf dem Brustkorb 3 Klebeelektroden angebracht, die zu einem kleinen Aufzeichnungsgerät führen, das um den Hals getragen wird.
Sie nehmen dieses Langzeit-EKG-„Kästchen“ mit nach Hause oder zu Ihrer Arbeitsstelle; es fällt anderen praktisch nicht auf

Häufige Fragestellungen:
• Ermittlung der Häufigkeit und Art von Herzrhythmusstörungen, z.B. Vorhofflimmern/ Vorhofflattern, AV-Blockierungen, ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolie
• Abklärung von Ohnmachtsanfällen (Synkopen)
• Messung der durchschnittlichen Herzfrequenz
Manche Herzrhythmusstörungen treten jedoch so selten auf, dass selbst eine 24-stündige Aufzeichnungsdauer noch nicht genügt.
Langzeitblutdruckmessung
Zum Erkennen oder Ausschluss eines Bluthochdruckleidens ist die regelmäßige, automatische Messung des Blutdrucks über 24 Stunden wichtig. Denn die einmalige Messung eines erhöhten Blutdruckwertes sichert noch nicht die Diagnose einer arteriellen Hypertonie.
Erst wenn der Durchschnitt zahlreicher Messungen über ca. 140/90 mmHg liegt, ist von einem Bluthochdruckleiden auszugehen.

Bei der Langzeit-Blutdruckmessung wird an einem Oberarm eine Blutdruckmanschette angebracht, die zu einem Aufzeichnungsgerät führt, das um den Bauch getragen wird. Sie nehmen dieses Langzeit-Blutdruck-Messgerät mit nach Hause oder zu Ihrer Arbeitsstelle. Tagsüber ca. alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten wird Ihr Blutdruck automatisch gemessen.

Häufige Fragestellungen:
• Sicherung oder Ausschluss der Verdachtsdiagnose einer arteriellen Hypertonie (Bluthochdruckleiden)
• Erfolgskontrolle einer Bluthochdrucktherapie Allerdings kann auch eine Störung des Nachtschlafs zu „fälschlicherweise“ erhöhten nächtlichen Blutdruckwerten führen, ohne dass ein Bluthochdruckleiden vorliegt.
Spirometrie (Lungenfunktionsdiagnostik)
Die Messung von Lungenvolumina (Spirometrie) wird zum Erkennen oder Ausschluss von Erkrankungen der Lunge und Bronchien eingesetzt. Ihre Nase wird mit einer Klemme verschlossen. „Auf Kommando“ atmen Sie über ein Mundstück aus und ein. Elektronisch werden die Volumina und die Flussstärke Ihrer Atmung gemessen.

Häufige Fragestellungen:
• Abklärung des Symptoms „Luftnot“
• Erkennen und Beurteilung des Schwergrades der sogenannten obstruktiven Atemwegserkrankungen, z.B. Asthma bronchiale oder COPD (Chronisch-Obstruktive Lungenerkrankung, umgangssprachlich auch „Raucherlunge“ genannt)
• Therapieerfolgskontrolle bei bekannten Atemwegserkrankungen Die Spirometrie erfordert die aktive und präzise Mitarbeit des Patienten bei den Atemmanövern, um verlässliche Messwerte zu erhalten.
Sonographie (Schilddrüse, Bauchorgane)
Die Untersuchung eines Organs mittels Ultraschall (Sonographie) ist eine einfache und schonende Untersuchungsmethode, die mit keiner Strahlenbelastung verbunden ist. Sie bildet einen unverzichtbaren Bestandteil der internistischen Diagnostik. Eine Vielzahl von Erkrankungen kann dadurch in kurzer Zeit erkannt oder ausgeschlossen werden.

Schilddrüse Die Untersuchung der Schilddrüse mittels Ultraschall wird in Rückenlage auf einer Untersuchungsliege durchgeführt. Der Kopf wird dabei in den Nacken gelegt.

Häufige Fragestellungen:
• Schilddrüsenvergrößerung (Struma oder auch „Kropf“ genannt)
• Verlaufskontrolle der Schilddrüsengröße in der Struma-Therapie (Feststellung der Wirksamkeit einer Schilddrüsenhormontherapie und/oder Jodidgabe)
• Erkennen von Knoten (Zysten, echoarme und echoreiche Knoten)
• Dichte des Schilddrüsengewebes, z.B. inhomogen und echoarm bei Hashimoto-Thyreoiditis
• Durchblutung der Schilddrüse, z.B. diffus gesteigert bei Morbus Basedow
• (Früh-)Erkennung von Schilddrüsenkarzinomen Im Ultraschall kann grundsätzlich nicht zwischen schilddrüsenhormonproduzierenden Knoten („heiße Knoten“) und nicht-produzierenden Knoten („kalten Knoten“) unterschieden werden.
Über die Gutartigkeit von Knoten kann keine sichere Aussage gemacht werden.

Bauchorgane

Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane werden in Sie Rücken- oder Seitenlage auf einer Untersuchungsliege. Durchgeführt Mit dem Ultraschallkopf wird dann systematisch der gesamte Bauchraum untersucht.

Häufige Fragestellungen:
• Abklärung von Oberbauchschmerzen, z.B. Gallensteine, Gallenblasenentzündung, Gallengangstein mit „Gallestau“ in die Leber (Cholestase), Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Tumore in der Oberbauchregion
• Abklärung von Unterbauchbeschwerden, z.B. Divertikulitis, Nierenkolik mit Harnstau
• Erweiterungen oder Einrisse der Hauptschlagader (Bauchaortenaneurysma)
• Abklärung und Verlaufskontrolle von chronischen Organerkrankungen, z.B. an Leber und Nieren
• Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum bei Leberzirrhose (Aszites) Allerdings wird die Bildqualität häufig durch Übergewichtigkeit und vermehrter Einlagerung von Fettgewebe im Bauchraum erheblich eingeschränkt. Veränderungen am Dünn- und Dickdarm sind nicht immer und nicht zuverlässig erkennbar. Insbesondere können Polypen im Dickdarm in der Regel nicht erkannt werden.

Extremitätenvenen

Mit Hilfe der Kompressions- und Duplexsonografie werden in Rückenlage auf einer Untersuchungsliege, später auch im Sitzen oder Stehen systematisch alle tiefsitzenden Hauptvenen der Beine dargestellt und mit dem Schallkopf „zusammengedrückt“.
Venen mit einem Blutgerinnsel lassen sich nicht oder nur teilweise komprimieren.
Häufige Fragestellungen:
• Abklärung einer Schwellung oder einer Wassereinlagerung (Ödem) eines Beins
• Abklärung von Wadenschmerzen
• Suche der Quelle eines Blutgerinnsels bei Lungenembolien
Bei adipösen Beinen lassen sich nicht immer alle tiefen Beinvenen der Unterschenkel sicher darstellen.
DMP (Diabetes, COPD, KHK)
Disease Management Programme (DMP) sind gezielte, strukturierte Programme zur Verbesserung der Versorgung von Patienten und Patientinnen mit häufigen chronischen Erkrankungen.
Die Einschreibung für die Teilnahme an einem Disease Management Programm erfolgt in unserer Praxis.
In der Regel werden die teilnehmenden Patientinnen und Patienten alle 3 Monate einbestellt, erkrankungsspezifisch untersucht, beraten und ggf. geschult. Chronische Erkrankungen, die im Disease Management Programm erfasst werden sind:

• Diabetes mellitus Typ 2
• Koronare Herzkrankheit-KHK
• Asthma bronchiale und chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Geriatrische Grundversorgung
Palliativmedizinische Betreuung
Im Rahmen der Palliativmedizin werden Menschen betreut, deren Leben aufgrund einer unheilbaren Erkrankung nur noch eine begrenzte Zeit dauert. Hier stehen die menschliche Betreuung, in der Regel in Zusammenarbeit mit einem speziellen Pflegedienst, die Kontrolle von belastenden Symptomen (Krankheitsauswirkungen) und vor allem Schmerzfreiheit im Vordergrund. Ziel ist es, die letzte Phase des Lebens so angenehm wie möglich zu gestalten
Psychosomatische Grundversorgung
In Deutschland leiden schätzungsweise 30-50 Prozent der Patienten in primärärztlichen Praxen unter funktionellen Erkrankungen durch psychosoziale Belastungen.
Wichtige und häufige Themen und Problemkonstellationen sind:

• Schwere körperliche Erkrankungen mit Auswirkungen auf die Psyche und das Sozialleben (z.B. Bewältigung von Angstzuständen, Schlafstörungen oder Panikattacken nach einem Herzinfarkt, bei Krebsleiden oder nach schweren Unfällen)
• Somatoforme Beschwerden: Kein Nachweis organischer Erkrankungen, aber erhebliche, alltagsrelevante Beschwerden, bei denen eine psychische Ursache eine erhebliche Rolle spielt (z.B. wiederkehrende Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen in „Stresssituationen“)
• Gesundheitsgefährdender Lebensstil (z.B. Selbstschädigung durch Genussmittel, Bewegungsmangel und Übergewicht)
• Erkennen, Erstdiagnose und Ersttherapie gravierender psychischer Erkrankungen (z.B. Angstsyndrome, Depressionen oder Phobien)
Labordiagnostik
Blut- und Urinuntersuchungen sind einer der wichtigsten Bestandteile in der Diagnostik und Verlaufskontrolle von Erkrankungen. Wichtig ist der gezielte Einsatz nach ärztlicher Verordnung.
Eine Beurteilung und Wertung von Laborbefunden und die daraus zu ziehenden Konsequenzen sind nur in Zusammenschau aller anderen Umstände in einem ärztlichen Gespräch möglich. In unserer Praxis werden alle gängigen Blutuntersuchungen angeboten.
Schnelltests in der Praxis (Analysedauer ca. 15 min):

• „Herzinfarkttest“ (Troponin-T)
• „Thrombose-/Lungenembolietest“ (D-Dimer)
• Urin-Streifentest (Albumin, Eiweiß, Nitrit, Erythrozyten, Leukozyten, Glukose)

Für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung Auch im Laborbereich gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot gemäß § 12 SGB V:
„Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.“

Wünschen Sie Laboruntersuchungen, die aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, können Sie diese jederzeit als Igel-Leisungen auswählen
Altenheimbetreuung
Hausbesuche
In dringenden medizinischen Fällen führen wir auch Hausbesuche durch.
Zu Hause sind die diagnostischen Möglichkeiten jedoch erheblich eingeschränkt. Falls möglich sollten Patienten daher bei leichten Gesundheitsstörungen in die Praxis gebracht werden.

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